frei schnauze

15. Jul 2009

Legt Zensursula schon los?

Genau das fragte ich mich, als ich vor ein paar Minuten versuchte auf die Homepage der Bundesregierung (www.bundesregierung.de) zuzugreifen.

An Stelle von Informationen über Frau Merkel und ihr Kabinett bekam ich nur folgende Meldung zu sehen (Zum vergrößern bitte auf das Bild klicken):

Hat man da etwa dank Zensurgesetz seine eigene Seite gesperrt weil in den Texten über eben jenes Gesetz zu oft das Wort “Kinderporno” vorkommt? ;) Wer weiß…

Maik *schmunzelnd*

PS: Der Zugriff erfolgte übrigens nicht irgendwo aus dem Ausland sondern über einen Anschluss des zweitgrößten Deutschen Festnetzanbieters.

21. Mar 2009

Arbeitsschutz und Arbeitszeiten bei der Deutschen Bahn?

Als ich am heutigen Abend mit dem Regionalexpress 7 von einem Seminar in Köln nach Hause fuhr verspürte ich irgendwann das Gefühl, meine Blase entleeren zu müssen. Als ich also versuchte, die Zug-Toilette aufzusuchen musste ich feststellen, dass diese verstopft war und furchtbar stank. Ich setzte meine Suche also im nächsten Waggon fort - dort hing ein Schild an der Toilettentür das mir mitteilte "Diese Tür ist derzeit leider defekt". So setzte ich meinen Weg durch den Zug fort. Am hinteren Ende des nächsten Wagens fand ich dann schließlich endlich eine funktionierende Toilette. Als ich mein Geschäft verrichtet hatte und mich auf den Rückweg in Richtung meines Platzes begab kam mir ein junger Zugbegleiter, etwa in meinem Alter, entgegen.

Er kontrollierte gerade die Fahrkarten der umsitzenden Passagiere. Ich sprach ihn an und wies ihn darauf hin, dass im letzten Wagen die Toilette verstopft und nicht abgesperrt sei und bat ihn, sich im Rahmen seiner Pflichten als Zugbegleiter um das Problem zu kümmern (Zugbegleiter sind schließlich nicht nur Fahrkartenkontrolleure - siehe hier).

Außerdem fragte ich ihn, ob er es denn in Ordnung fände, dass ich 3 Waggons weit laufen musste um eine funktionierende Toilette zu finden - die antwort darauf schockierte mich allerdings etwas, ich traute meinen Ohren kaum was ich da hörte.
Ganz empört schaute mich der Zugbegleiter an und fragte mich "Ja und? Regen Sie sich darüber etwa auf? Ich arbeite hier, ich kann während der ganzen Schicht nicht zwischendurch auf die Toilette gehen. Teilweise sind das 10-12 Stunden."

Abgesehen davon dass ich es unerhört finde (was ich ihm auch direkt mitgeteilt habe) sich als Mitarbeiter eines Unternehmes, der für seine Arbeit bezahlt wird, mit einem zahlenden Kunden zu vergleichen, frage ich mich, ob bei der Deutschen Bahn noch alles mit rechten Dingen zugeht. Nach der "Spitzelaffäre" und mehr und mehr Vorfällen bei denen (gesetzeswidrig) minderjährige auf Grund von nicht vorhandenen Fahrscheinen an abgelegenen Bahnhöfen des Zuges verwiesen wurden stelt sich mir die so langsam die Frage:
Nimmt man es vielleicht generell mit geltendem Recht nicht so genau? Dass ein Arbeitnehmer 12 Stunden lang keine Pause hat und vor allem keine Toilette aufsuchen kann kann nicht im Sinne des Arbeitszeitgesetzes (ArbZG) sein. Dort heißt es in §4:

"Die Arbeit ist durch im voraus feststehende Ruhepausen von mindestens 30 Minuten bei einer Arbeitszeit von mehr als sechs bis zu neun Stunden und 45 Minuten bei einer Arbeitszeit von mehr als neun Stunden insgesamt zu unterbrechen. [...] Länger als sechs Stunden hintereinander dürfen Arbeitnehmer nicht ohne Ruhepause beschäftigt werden."

Außerdem dürfte, obwohl es nicht klar aus dem Gesetz ersichtlich ist, dieser Fall im Sinne von §4 des Arbeitsschutzgesetzes (ArbSchG) strittig sein. Dort heißt es u.A. "Die Arbeit ist so zu gestalten, daß eine Gefährdung für Leben und Gesundheit möglichst vermieden und die verbleibende Gefährdung möglichst gering gehalten wird" (Satz 1) und "bei den Maßnahmen sind der Stand von Technik, Arbeitsmedizin und Hygiene sowie sonstige gesicherte arbeitswissenschaftliche Erkenntnisse zu berücksichtigen" (Satz 4).

17. Mar 2009

Irak: Fußballspieler von Fan während des Spiels erschossen

Dass es im Fußball immer wieder zu Gewalttaten kommt ist inzwischen eine traurige Tatsache, der man leider ins Auge sehen muss.

Dabei ist es hier aufgrund moderner Sicherheitsvorkehrungen (strenge Einlasskontrollen, Videoüberwachung, Zellen für Randalierer direkt in Stadien) und strenger Waffengesetze noch relativ harmlos im Vergleich dazu, was passieren kann, wenn Fußball in Krisengebieten gespielt wird...

Ein Freund berichtete mir gerade von einem Vorfall im Irak, bei dem ein Stürmer einer Amateurmannschaft beim Versuch in der letzten Minute den Ausgleich für seine Mannschaft zu schießen, kurzerhand von einem gegnerischen Fan erschossen wurde. Ich wollte erst nicht ganz glauben was ich hörte, und googlete nach dem Thema... Dabei stieß ich auf mehrere Berichte, u.A. den folgenden von tt.com:

Bagdad - In der letzten Minute des Spiels zwischen den irakischen Amateurmannschaften Buhairat und Sinjar am Sonntag in der Nähe von Bagdad, musste der getötete Spieler nur noch am Tormann vorbei, um den Ausgleich zu schießen. In diesem Augenblick schoss ein gegnerischer Fan den Buhairat-Kicker in den Kopf.
Der irakische Amateur-Spieler lief alleine auf den
gegnerischen Tormann zu, als er erschossen
wurde.
Die irakische Polizei berichtete, dass sie bereits einen Verdächtigen festgenommen habe. Sinjar führte mit 1:0, als der Fan kurz vor Schluss ausrastete.

Wegen möglichen Ausschreitungen und Eskalationen werden große Sport- veranstaltungen in der irakischen Hauptstadt bereits von Einsatzkräften schwer beschützt. Doch bei Amateur-Events in der Umgebung von Bagdad und in kleineren Städten mangelt es an Sicherheitsvorkehrungen.

Quelle: tt.com

11. Feb 2009

“Verschwendete Ressourcen”

Der 25-jährige Sebastian L. aus Hamm in Westfalen wunderte sich sehr als er sich bei der Bundesagentur für Arbeit arbeitssuchend meldete. Vom zuständigen Sachbearbeiter bekam er einen Platz bei einem örtlichen Bildungswerk zugewiesen um dort eine berufsvorbereitende Maßnahme zu besuchen.

Eine Maßnahme bei einem Bildungswerk - das ist soweit nichts außergewöhnliches für einen jungen Menschen, der arbeitslos ist.
Jedoch hat Sebastian L. wahrscheinlich mehr Qualifikationen als die meisten Leute in seinem Alter, mit denen die Beamten bei der Agentur für Arbeit täglich zu tun haben - er hat vor kurzem sein Studium im Bereich Sport- und Eventmanagement als Bachelor abgeschlossen. Außerdem hat er vor seinem Studium eine kaufmännische Ausbildung gemacht.
Man sollte meinen, die Bundesagentur für Arbeit würde in ihm einen Traumkandidaten sehen: IHK-Ausbildung, Studium, jung, flexibel - wenn man jemanden vermitteln kann, dann wohl einen solchen Bewerber.

"Ich finde es absolut sinnlos, das sind einfach nur verschwendete Ressourcen." sagt L. zu der Angelegenheit.
Bei dem Bildungswerk, bei dem ihm der Platz zugewiesen wurde, hat er inzwischen geregelt, die Teilnahme dahingehend abzuwandeln, dass er jetzt für 5 Wochen ein Praktikum in der Firma macht, bei der ich arbeite.

Was er mit seinen Kenntnissen dabei lernen soll ist mir ein wenig schleierhaft…
Ich frage mich außerdem ob der Sachbearbeiter der Agentur für Arbeit da vielleicht weniger auf die Qualifikationen und mehr auf das Geburtsdatum geschaut hat? Junge Leute steckt man ja gerne einfach in berufsbildende Maßnahmen ohne groß weiter drüber nachzudenken…

Maik

02. Feb 2009

Obama vs. Bush?

In manchen Dingen unterscheiden sich US-Präsidenten gar nicht so sehr wie man manchmal meint - auch wenn ihre Politik so grundverschieden ist wie die des 43. Präsidenten George W. Bush und seines Nachfolgers Barack Obama…

In Reden an die Nation verwendet man doch gerne die gleichen Redewendungen und Floskeln - man weiß schließlich, was das Volk anspricht.

Die Daily Show mit Jon Steward bei Comedy Central hat einige Ausschnitte aus Reden der Präsidenten interessant gegenübergestellt…
Video ansehen

Maik



23. Jan 2009

Papst Benedict XVI bei Youtube

Auch die Katholische Kirche scheint jetzt (zumindest in technischer Hinsicht) im 21. Jahrhundert angekommen zu sein.

Nachdem sie bereits seit letztem Sommer registriert sind sind nun die 4 verschiedensprachigen Channels des Vatikans bei Youtube fertig.
Verpackt in ein ansprechendes aber dennoch kirchentypisches Design kann man sich nun Ansprachen von Papst Benedict XVI. als Videos anschauen. Die Kirche scheint erkannt zu haben, dass man heutzutage moderne Medien nutzen muss wenn man gesehen werden will…

Ob sich auch die Einstellung der Katholischen Kirche zu einigen Dingen in absehbarer Zeit dem Zeitgeist des 21. Jahrhunders anpassen wird bleibt allerdings fragwürdig ;)

Wer mal ‘reinschauen will: Der offizielle Youtube-Channel des Vaticans auf Deutsch

Maik


21. Jan 2009

Obama legt los

Offizielles Portrait von Barack Obama - Quelle: Wikimedia Commons (http://commons.wikimedia.org)Am gestrigen Dienstag schwur Barack Obama auf dem Capitol Hill in Washington D.C. seinen Amtseid. Damit ist der 47jährige nun offiziell der 44. Präsident der Vereinigten Staaten. 

Nach den gestrigen Festivitäten zu seiner Amtseinführung hat er sich Medienberichten zufolge bereits heute mit voller Kraft in sein neues Amt gestürzt. Er legte die Prozesse von Häftlingen im umstrittenen Internierungslager Guantanamo Bay auf Kuba auf Eis, traf sich mit Wirtschaftsberatern, ranghohen Militärs wie General David Petraeus,…

Obama hat sich viel vorgenommen. Die heutigen Berichte klingen nach einem guten Anfang.
Bleibt abzuwarten, wie viel er in den nächsten 100 Tagen (in denen nach dem Amtsantritt in der Geschichte die meisten wichtigen Entscheidungen getroffen wurden) auf den Weg bringen wird.

Ich werde das Geschehen auf jeden Fall gespannt beobachten.

Nähere Infos gibt’s z.B. bei FOCUS Online.

Maik


08. Jan 2009

Frohes Neues Jahr!

Hallo liebe Leser,

an dieser Stelle möchte ich Ihnen ein wunderschönes, gesundes neues Jahr 2009 wünschen.

Da mein Urlaub leider schon wieder vorbei ist gibt es jetzt hier auch in Zukunft wieder neue Beiträge :)

Maik

18. Dec 2008

China sagt Somalischen Piraten den Kampf an

Nachdem am Mittwoch ein Chinesisches Handelsschiff im Golf von Aden von Somalischen Piraten angegriffen wurde, plant jetzt auch die Chinesische Regierung militärisch gegen die Piraten vorzugehen meldet die AFP.

Es wird die erste Mission der Chinesischen Marine außerhalb der eigenen Hoheitsgewässer sein. Laut AFP sollen vorerst 2 Fregatten und ein Versorgungsschiff entsendet werden.

Vielleicht sollten die Piraten sich mal überlegen, ob sie sich nicht zum Teil mit den Falschen angelegt haben…
Schließlich ist China das bevölkerungsreichste Land der Welt, hat eine enorme militärischen Stärke und schreckt bekannterweise auch nicht unbedingt vor international nicht unbedingt gern gesehenen Methoden zurück - Man schaue sich nur einmal die Einhaltung der Menschenrechte in Tibet an.

Die Piraten haben den schlafenden Riesen geweckt. Es wird spannend.



Bush und die fliegenden Schuhe

Der Irakische Journalist Muntaser al-Saidi hat am Sonntag beim Abschiedsbesuch von Noch-US-Präsident Bush in Bagdad seinem Unmut über die Situation im Irak Ausdruck verliehen. Was er bereits vor Monaten bei seinen Kollegen und Vorgesetzten des Privatsenders Al Bagdadia ankündigte setzte er wirklich in die Tat um - er stand während der Pressekonferenz mit Bush und al-Maliki plötzlich auf, rief Bush zu "Das ist ein Abschiedskuss, du Hund!" und warf erst seinen linken, dann seinen rechten Schuh in Richtung des US-Präsidenten, welcher jedoch ausweichen konnte sodass die "Wurfgeschosse" die US-Flagge hinter ihm trafen.

Al-Saidi setzte damit einen neuen Trend unter den protestierenden Irakern: Wie der Focus berichtet gingen seit Sonntag mehrere regelrechte "Schuhhagel" auf mehrere Fahrzeuge der US-Armee nieder,…

Video zum Schuhwurf auf Bush ansehen

Maik
























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